Finanzierungsvertrag für das Theater Gera-Altenburg wackelt
Mia Lopez Zickzackkurs in Altenburg
9. September 2011. Wie die Thüringer Allgemeine meldet, opponiert der Kreistag des Altenburger Landes gegen den Finanzierungsvertrag für das Theater Gera/Altenburg und den seit 1. August amtierenden Intendanten Kay Kuntze. Der Landrat Sieghardt Rydzewski hat den Theater-Finanzierungsvertrag am Mittwoch von der Tagesordnung des Kreistages genommen. Die Risiken seien nicht kalkulierbar, hieß es. Gleichzeitig bekräftigte der thüringische Kulturstaatssekretär Thomas Deufel, das Land wolle seine Mittel für das Theater ab 2013 erhöhen. Bis 2016 soll die Landesförderung um eine Million Euro auf 10,45 Millionen steigen. Deufel mahnte die Gesellschafter, ein Finanzkonzept zu entwickeln.
Das Theater war im vergangenen Herbst nur knapp an einer Insolvenz vorbeigeschrammt. Im Juli 2011 wurde Kay Kuntze als neuer künstlerischer Intendant von Theater und Philharmonie Thüringen in Gera und Altenburg ernannt. Die Findungskommission, bestehend aus den Städten Gera und Altenburg, dem Landkreis Altenburg sowie zwei Vertretern des Freistaates, hatte sich einstimmig unter 35 Bewerbern für den gebürtigen Berliner entschieden. Nun scheint es für die Altenburger Abgeordneten plötzlich schwierig, dass Kuntze noch Verpflichtungen an anderen Häusern hat. "Dass die Abgeordneten sich daran stören, ist allerdings eigenartig", kommentiert das die Thüringer Allgemeine. Denn "erstens hat Kuntze daraus bei seiner Bewerbung kein Geheimnis gemacht; zweitens musste es nach dem Rückzug von Matthias Oldag so schnell gehen mit der Bestellung eines Nachfolgers, dass die kommunalen Theater-Träger nicht erwarten konnten, einen zugleich renommierten und völlig ungebundenen Intendanten für Gera/Altenburg zu gewinnen."
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