Landestheater Schleswig-Holstein
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Moby Dick - Herman Melvilles Walfänger-Roman als halber Umwelt-Kommentar im Schleswig-Holsteinischen Landestheater
Von Bechern und Fässern
von Melanie Huber
Rendsburg, 16. Dezember 2017. Fünfzehn mit Wasser gefüllte Plastikbecher stehen aufgereiht am Bühnenrand, am rechten äußeren Ende kniet Neele Frederike Maak, die Hände auf dem Rücken verschränkt. Ihr blondes Haar steht wirr nach allen Seiten ab, ihr Blick ist starr, angstverzerrt. Sie ist Pip, der Schiffsjunge der "Pequod", von dem es in Herman Melvilles Roman "Moby Dick" heißt, er sei dem Wahnsinn verfallen – in jedem Fall ist dieser Pip hier stummer Leidtragender einer Geschichte, die auch von Machtmissbrauch und Ausbeutung erzählt.